Serious Urban Game

Im Kurs »PlayMobile« an der MAD-Fac (Auslandssemester in Belgien) habe ich in Kooperation mit vier anderen Studenten (Vitoria Mauricio, Gijs Meex, Jonas Schleibach & Michael Köberlei) ein Spiel entwickelt, dass die Grundprinzipe der Gamifikation nutzt. Betreut wurde das Projekt durch Andrea Wilkinson und Lieve Achten.
Im Nachgang habe ich das Spielprinzip optimiert, dem Spiel ein Corporate Design gegeben, eine App entwickelt und das Konzept verfeinert. Daraus ist das Spiel „Who killed Ben?“ entstanden. (Skizzen: Vitória Maurício)

Fokus

Das Hauptaugenmerk beim Projekt „Who killed Ben?“ habe ich auf die drei Buzzwords „Lernen“,“Selbst-Reflektion“ und „Motivation“ gelegt. Das Ziel des Spiel war es das bewusste Nachdenken zum Thema Hygiene und Infektionen zu verbessern. Dabei sollte der User durch das einmalige Erlebnis des urbanen Spielens motiviert werden, aber gleichzeitig nicht das Gefühl haben belehrt zu werden.

Ablauf

Woche 1

Die erste Woche dient zur Implementierung des Spiels in den Hochschulbetrieb. Hierbei tauchen Fahndungsplakate, sowie kleine Flyer zu der App auf. Die teilnehmenden Studenten sollen hierbei mit dem Spielprinzip, der App und der Geschichte vertraut gemacht werden.

Tobias (fiktive Persona) geht an die Hogeschool Maastricht. Er ist normalerweise drei Tage die Woche an der Hochschule und besucht seine Kurse.

Am ersten Tag des Serious Urban Games geht Tobias in die Hochschule und sieht, dass überall Plakate hängen, die er noch nie gesehen hat. Er untersucht die Plakate genau und stellt fest, dass es eine Art Fahnungsplakat ist. Dieses beunruhigt ihn ein wenig. Doch dann entdeckt er einen prominent platzierten QR-Code, er scannt diesen ein und gelangt auf eine Webseite die fragt: „Who killed Ben?“.

Am ende der ersten Woche werden zusätzlich Sticker verteilt. Tobias fragt seine Kommilitonen ob sie nähere Informationen haben, doch sie können es ihm nicht sagen.

Woche 2

In der zweiten Wochen startet das Spiel richtig. Die Nutzer der App haben Kontakt zum zuständigen Ermittler, die die Studenten zur Mithilfe aufrufen. Während der Woche werden rund um den Campus immer neue Indizen vom Team des Spiels verteilt. Hierbei haben die Nutzer dann die Möglichkeit zu interagieren, indem sie beispielsweise Fotos machen (Indizien sind mittels QR-Code erkennbar) und diese an die Ermittler schicken. Täglich erhalten die Nutzer eine Zusammenfassung des Tages und dem Stand der Ermittlungen.

In der zweiten Woche merkt Tobias, dass neue Plakate aufgetaucht sind, die ihn dazu auffordern eine App herunter zu laden. Tobias ist Neugierig und lädt die App herunter. Er bemerkt, dass die App eine Art Spiel ist.

Während der Woche erhält er über die App immer wieder Hinweise und erhält Kontakt zum fiktiven ermittelnden Beamten.

Tobias und seine Freunde versuchen die Fakten zusammen zu fügen, können aber noch keinen Täter ausmachen.

Woche 3

In der dritten Woche spitzt sich die Ermittlung zu und immer mehr Menschen sterben. Nun wird der Fall kurios und es wird ein Expertenteam gesucht. Hierbei stellt das Expertenteam die Studenten dar, diese sollen über Mögliche Ursachen brainstormen und so den Fall lösen. Die Geschichte entwickelt sich immer mehr dahin, dass kein Mörder sein unwesen treibt, sondern dass ein Killervirus sein unwesen auf dem Campus treibt. Am letzten Tag gibt es ein großes Event, bei dem die Studenten die Killerviren besiegen müssen.

In der Hochschule taucht in der dritten Woche ein mysteriöser Mann auf, der den folgenden Satz mitteilt: „Still hasn’t stopped killing. Now it was Ben, next it could be you…“

Wenn der Proband sich auf die Toiletten begibt wird durch Schwarzlicht die Mitteilung „You killed Ben.. „…

Als Tobias aus den Toiletten räumen geht entdeckt er den Hinweis „You killed Ben by the bacteria you spead! Please wash your hands!“

Prototyp testen

Nachdem das Konzept für den Ablauf fertig gestellt war, haben wir mit unseren Kommilitonen eine Aufgabe getestet. Diese sollten die Lösung anhand der Hinweise, sowie der Storyline, finden.

Gestaltung

Die Endgestaltung fand nach verschiedenen Kriterien statt. Einerseits sollte diese an unseren fiktiven Personas orientiert sein, andererseits wurde die Gestaltung mit Kommilitonen evaluiert und angepasst.