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Global + Local: Glocal Design

By 19. January 2015April 28th, 2016Design, Glocal Design

Global? Local? Im ersten Mastersemester habe ich mich mit der Frage auseinander gesetzt ob man auch ein Corporate Design eines global agierendes Unternehmens an den lokalen Markt angepasst werden kann und ob dies sinnvoll ist.

Glokal ist ein Kofferwort aus den Wörtern »global« und »lokal«. Es wird verwendet um Prozesse und Vorgehensweisen zu veranschaulichen, die global von statten gehen aber im lokalen Kontext sich unterscheiden.

(Projekt: Think glocal.)

Das Projekt: Think glocal.

Das Projekt im ersten Mastersemester entstand in Kooperation mit Lee Shaari und Fabian Weber. Grundthema des Kurs war hierbei »normal. anders. nicht gestaltet.«. Im Laufe des Semesters und während der Recherche ist uns aufgefallen, dass Firmen teilweise in anderen Ländern ein anderes Erscheinungsbild haben. D Hierbei haben wir verschiedene Unternehmen gesucht, die bereits lokal agieren. Wir haben versucht einen möglichst großen Querschnitt der Möglichkeiten eines glokalen Designs zu zeigen. Zu dieser Zeit habe ich leider nicht den Link zum dynamischen Design herstellen können, daher möchte ich dies an dieser Stelle versuchen.

Global + Local: Glocal Design

Doch zu erst möchte ich klären, was wir mit »glocal Design« überhaupt meinen. Das Wort glocal gibt es schon im Bereich der Nahrungsmittelproduktion und Nachhaltigkeit. Jedoch tritt das Wort nicht im Zusammenhang mit Design auf. Für unser Projekt hat das Wort allerdings sehr gut gepasst, daher haben wir den Begriff des »glocal Designs« (glokales Design) eingeführt.

Darunter verstehen wir, dass ein Unternehmen, dass weltweit tätig ist, ein Corporate Design besitzt, dass in ein oder mehreren Ländern unterschiedlich ist. Dies kann durch andere Farben, ein modifiziertes Logo, unterschiedliche Kundenkommunikation, andere Produkte oder andere Store-Konzepte zum Ausdruck kommen.

Beim näheren Betrachten der Beispiele sieht man welche Ursachen ein glokales Design haben kann. Hauptgrund hierfür sind die kulturellen Unterschiede. Das simpelste Beispiel ist hierfür eine Fastfoodkette, die natürlich in Japan keine Brezelburger verkauft.

Jedoch spielen aber auch bedeutendere Faktoren eine Rolle, dies ist zum Beispiel die Religion. Ein Beispiel ist hierfür Starbucks. Das Unternehmen mit dem einprägsamen Logo der Meerjungfrau sieht in Saudi Arabien völlig anders aus.

Starbucks Coffee in Saudi Arabien

Internationales Starbucks Logo

 

Ein anderes Beispiel ist die Sprache. Hierbei haben wir signifikante Unterschiede in dem amerikanischen und englischen Ikea-Katalog gefunden. Aber auch in anderen Sprachen werden gezeigte Szenen in einen anderen Kontext gebracht oder gezeigt.

Natürlich spielt auch bei Wortmarken die Sprache eine Rolle. Als Beispiel haben wir hier den Möbelhersteller Ikea gefunden. Dieser übersetzt die Logos beispielsweise ins Russische, Chinesische usw.

Ikea in Russland

Glocal Design meets Dynamic Design:

Früher habe ich bereits über »dynamic Design« geschrieben. Und festgestellt, dass hierbei das Corporate Design je nach Verwendungszweck geändert wird. (siehe Dynamisches Corporate Design & Identity) Das Thema glocal Design ist ähnlich, denn auch hier geschieht ein Transformationsprozess. Und das Corporate Design (oder nur Design) wird je nach Verwendungszweck angepasst. Im dynamischen Corporate Design geht es aber weniger um die kulturellen Hintergründe, wie wir sie in dem Projekt »glocal Design« beleuchtet haben.

Im weiteren wäre natürlich eine Verschmelzung der beider Themenfelder interessant, quasi ein »dynamic glocal design«.